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A Warm Fuzzy Tale

13. July 2016
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Das Märchen von den Kuscheltüchern  (von Claude M. Steiner)

Es war einmal eine Familie mit dem Vater Tim, der Mutter Maggy, dem Sohn John und der Tochter Lucy und alle waren sehr glücklich. Warum waren sie so glücklich? Zu der Zeit bekam jedes Kind bei seiner Geburt ein kleines, weiches Kuscheltuch-Beutelchen. In dem Beutelchen war, wann immer man hineingriff, ein schönes, warmes Kuscheltuch.

Alle Leute mochten diese Kuscheltücher sehr gerne. Wenn man ein Kuscheltuch hatte, dann fühlte man sich gleich ganz warm und kuschelig. Leute, die nicht jeden Tag ihr Kuscheltuch bekamen, wurden krank, begannen wie ein alter Apfel einzutrocknen, und schließlich mußten sie sterben.

Aber damals war es ganz einfach, warme Kuscheltücher zu bekommen. Wenn man eines    brauchte, dann ging man zu einem anderen Menschen und sagte: “Ich möchte gerne ein warmes Kuscheltuch haben!” Der andere griff dann in sein Beutelchen und zog ein Tüchlein hervor, so groß wie eine Mädchenhand. Kaum erblickte das kleine Tuch das Tageslicht, begann es zu lächeln und verwandelte sich in ein großes, weiches und warmes Kuscheltuch. Der eine legte es dem  anderen dann auf die Schulter, auf den Kopf oder in den Schoß, und schon schmiegte es sich an und verschmolz mit dem Körper.

Das war ein ganz wunderbares Gefühl! So erbaten sich die Leute häufig ein Kuscheltuch voneinander, und jeder gab gerne – es  gab sie ja in Hülle und Fülle. So lebten sie alle glücklich und ihnen war wohl.

Eines Morgens stand eine böse Hexe mitten im Dorf! Sie war böse, weil niemand ihre Salben, ihre Pillen und Mixturen kaufen wollte. Die böse Hexe aber war schlau und dachte sich einen niederträchtigen Plan aus. Als Maggy gerade mit ihrer  Tochter auf der Wiese beim Haus spielte, schlich sich die Hexe zu Tim und flüsterte ihm ins Ohr:

“Sieh nur, Tim, was Maggy macht! Sieh nur, sie gibt all die schönen Kuscheltücher der kleinen Lucy. Wenn sie so weitermacht, dann wird bald keines mehr für dich übrig bleiben, weil sie sie alle der kleinen Lucy gegeben hat!”

Tim war erstaunt. Er schaute die Hexe an und sprach:” Soll das heißen, daß das Kuscheltuch-Beutelchen eines Tages leer sein  könnte? Ist denn nicht immer, wenn man hineinlangt, ein neues, warmes Kuscheltuch darin?”

Da sprach die Hexe: “Oh nein, keineswegs! Wenn sie ausgehen, dann ist keines mehr da. Das letzte wird das letzte sein!” sprach’s, schwang sich auf ihren Besen und flog davon. Ihr Kichern und Triumphgeheul ließ noch lange Zeit die Luft erzittern.

Die Worte der Hexe begannen sich in Tims Herz einzufressen, und wann immer Maggy jemand anderem ein warmes Kuscheltuch, sah er es mit scheelem Blick. Er begann sich Sorgen zu machen, weil er die warmen Kuscheltücher seiner Frau so gerne mochte und nicht auf sie verzichten wollte. Er fand es nicht recht, daß Maggy alle ihre warmen Kuscheltücher den Kindern und sogar Fremden im Dorf gab. Immer wenn er das sah, begann er zu klagen, und weil Maggy ihn sehr liebte, wurde sie sparsamer mit ihren    Kuscheltüchern und hob sie für ihn auf. Als die Kinder das sahen, dachten sie sich “Mit warmen Kuscheltüchern muß man sparsam sein! Man darf sie nicht bei jeder beliebigen Gelegenheit verschenken!” So wurden auch die Kinder sparsamer mit ihren Kuscheltüchern. Von nun an beobachteten sie ihre Eltern mißtrauisch. Wenn sie fanden, daß ihre Eltern zu viele Tüchlein an andere Leute gaben, dann klagten und  schimpften sie, und wenn sie selbst einmal großzügig waren, dann hatten sie gleich ein schlechtes Gewissen. Obwohl sie immer, wenn sie in das Beutelchen griffen, ein neues, schönes und warmes Kuscheltuch haben konnten, griffen sie immer seltener in das Beutelchen.

Sie wurden immer geiziger und geiziger. Nach kurzer Zeit begannen die Leute zu frieren und sich ungemütlich zu fühlen. Sie  begannen zu frösteln und zu verschrumpeln, und einige von ihnen starben sogar, weil sie schon so lange kein warmes Kuscheltuch mehr bekommen hatten. So gingen immer mehr Menschen zum Haus der Hexe und kauften Salben und Pillen und kleine Fläschchen mit Elixier, obgleich sie schnell merkten, daß das Zeug wenig half. Das Leben im Dorf wurde immer elender und beschwerlicher.

Als die Hexe sah, daß immer mehr Menschen starben, erdachte sie einen neuen Plan, denn sie wollte ja nicht, daß die Leute alle sterben – wer hätte sonst noch ihre Salben und Pillen und Elixiere gekauft? Sie gab also allen Leuten noch ein zweites Beutelchen. Die waren den alten Beutelchen ganz ähnlich, nur – sie waren  kalt, und wenn man hineingriff, so fand man darin kalte Nesselfetzen. Von diesen kalten Nesselfetzen wurde den Menschen nicht   mehr warm und wohlig, sondern kühl. Sie bekamen eine unangenehme Gänsehaut davon. Die kalten Nesselfetzen hinderten sie zwar am Schrumpeln und Sterben, aber ihnen wurde kalt und schauderhaft zumute. Sprach nun einer seinen Nachbarn an und bat um ein warmes Kuscheltuch, dann dachte der Nachbar sich, daß er keine hergeben mochte und sprach: “Ein warmes Kuscheltuch kann ich dir nicht geben, aber möchtest du nicht einen meiner kalten Nesselfetzen?” So standen sie oft beieinander, dachten in ihrem Innersten an die warmen Kuscheltücher und gaben sich schließlich die kalten Nesselfetzen. So starben nur noch wenige Menschen, aber die meisten waren unglücklich, kalt und frostig geworden.

Seitdem die Hexe im Dorf aufgetaucht war und die warmen Kuscheltücher immer seltener geworden waren, wurde das Leben immer beschwerlicher und komplizierter. Die warmen Kuscheltücher, die es vormals so reichlich gab wie die Luft zum Atmen wurden nun teuer gehandelt. Die Leute taten alles mögliche, um eines zu bekommen. Früher hatten sie einfach beieinander gestanden, zu dritt, zu viert, zu fünft, und keiner hatte darauf geachtet, wer wem ein Kuscheltuch gab. Aber nun begannen sie, die Kuscheltücher einzuteilen. Es gab nicht mehr jeder jedem, sondern sie schlossen sich zu Paaren zusammen, die sich nur noch gegenseitig mit den Kuscheltüchern versorgten. Vergaß jemand diese neue Regel und gab ein echtes  Kuscheltuch an jemand anderen, dann bekam er schnell ein schlechtes Gewissen, weil er ja wußte „sein” Partner mußte nun Mangel leiden. All die Menschen, die keinen anderen für sich finden konnten, mußten ihre warmen Kuscheltücher für teuer Geld kaufen und dafür lange Stunden hart arbeiten.

Einige wenige Menschen im Dorf wurden als etwas „Besonderes” angesehen und berühmt. Ihnen gab man viele Kuscheltücher, und sie mußten sie nicht zurückgeben. Diese Leute sammelten die Kuscheltücher und verkauften sie an weniger berühmte Menschen, die sie zum Überleben ja brauchten.

In der allgemeinen Not geschah es, daß einige Leute die kalten Nesseltücher färbten und ihnen das Aussehen von warmen Kuscheltüchern gaben. Die falschen Kuscheltücher kamen im Umlauf und brachten neue Not über die Menschen. So geschah es zum Beispiel, daß sich zwei Menschen begegneten und sich in liebevoller Absicht mit den falschen Kuscheltüchern beschenkten. Danach fühlten sie sich dann ganz elend. Die Menschen wußten schließlich gar nicht mehr, woran sie waren: Sie konnten die falschen von den echten Kuscheltüchern nicht unterscheiden und wurden unsicher.

Das einst so schöne Leben im Dorf war eine rechte Last geworden und alles nur, weil die böse Hexe sie glauben gemacht hatte, daß die schönen warmen Kuscheltücher eines Tages ausgehen könnten. Dann erschien in dem Dorf eine junge Frau. Die war im Sternzeichen des Wassermannes geboren und fiel allen auf, weil sie Blumen im Haar trug und oft sehr fröhlich über die Wiesen des Dorfes hüpfte. Sie kümmerte sich nicht um die böse Hexe und war mit ihren  warmen Kuscheltüchern ganz freizügig. Sie gab sie jedem – ja, man mußte sie noch nicht einmal darum bitten. Die Bewohner des Dorfes verachteten sie, weil sie die Kinder dazu verleitete, mit den Kuscheltüchern verschwenderisch umzugehen. Die Kinder mochten die Blumenfrau sehr gerne. Sie fühlten sich wohl in ihrer Nähe und geizten nicht mehr mit ihren Tüchlein.

Die Erwachsenen des Dorfes taten sich zusammen und machten ein Gesetz, das die Kinder davor bewahren sollte, die warmen Kuscheltücher zu vergeuden. Das Gesetz verbot den unkontrollierten Verkehr mit Kuscheltüchern und bedrohte all die mit Strafe, die ohne eine besondere Erlaubnis Kuscheltücher hervorzogen. Aber viele Kinder hielten sich nicht daran. Sie waren weiterhin freizügig und scherten sich nicht um das Gesetz.

Weil es so viele Kinder gab, fast so viele wie Erwachsene, sah es so aus, als ob die Kinder ihre eigenen Gesetze machten. Wie es nun weitergeht? Das ist schwer zu sagen. Werden die Eltern ihre unfolgsamen Kinder unter ihr Gesetz zwingen? Werden sie sich der Blumenfrau anschließen und zusammen mit ihren Kindern wieder so freizügig leben wie in alten Tagen?

Das Ende

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Peace

3. July 2016

Germany has won the soccer game last night.

The sun is shining in a cloudless sky this morning.

My appartment looks so much more presentable than ever before.

Memories of the past don’t hurt as much as they used to. It’s been 3 years and 3 months since my life got turned around in the most unthinkable and unexpected way and I became a widow.

The feeling of eternity stayed. The anguish over waiting has found new answers. It doesn’t annoy me anymore. My sense of time and the feeling of urgency have given room to the vast confidence that everything will be all right in the end, and if something is not alright yet, it’s not the end yet. That simple.

Depression is not just a mental disorder that comes out of the blue. It has many reasons and many faces. And there are clear solutions to it and there’s a clear physical sensation that goes with feeling healthy and happy again.

Took me quite a while to find out about all this, but it was worth it. What a relief. image

Eternity is here.

16. September 2012

The feeling I got when everything fell into place, that’s what I call eternity. This is what I had to wait for all this time.

Without consciously knowing what exactly had to happen to make me feel calm, composed and in the right place, I knew it just happened. Some of the tangible elements of this transformation were finding my core identity. After so many years of searching, asking myself and others the same things over and over again, looking for an adequate answer to the very heavy questions “Why me? Why do I have to suffer so much? Why am I here?” the answer was a huge relief. Nothing as spectacular or complex as I had always expected, but very satisfying. Like a piece of melting chocolate in my mouth.

Thankful, humble and light as a butterfly I encourage you to make yourself available for more good than you ever realised, imagined or experienced before in your life.

To find out more about the way you can find your own answers feel free to contact me.

Yours truly,

Rita

Can you just wait, please?

4. January 2011

Can you just wait, please?

No, I can’t. No, I hate waiting. Waiting is for others, not for me!

At least that’s what I kept thinking until this morning. I would usually stop for a red light thinking “…xdasgyyy… Why is this light so slow?” I would send an email to a friend and think “where is my reply?” if it didn’t reach me within 6 h. Or even worse, I’d get totally upset while I would have to wait for my home made bread dough to raise and bake and couldn’t leave the house or be otherwise productive in the meantime because, because, because, I had to wait ! What a torture! What a trap!

And what a self inflicted one too…!

Who said there must be no downtime in my driving path?
Who said emails have to be answered within 6 h?
And who ever said, that baking bread is a quick job?
As I came to find out this morning, I can learn to wait. Some of you have occasionally heard me musing about waiting over the last few months. I have indeed marinated my grey cells in this matter for quite some time, as it’s been bothering me more and more.
The problem wasn’t something I could command to myself directly, as my mind likes to protest against every order as a principle (God only knows why!) So here is what I came up with in the hopes that it’ll work because it’s fun: I want to see how good I can get at waiting.
I will challenge myself each time I notice my impatience, and calm my racing mind with this new mantra, which really is a very old appropriated quote by Seneca “give me the strength to change what can be changed, the patience to endure what can’t be changed, and the wisdom to recognize the difference between the two”.

The measure of my progress should be noticeable by the level and amount of fun I can create during the moments of forced waiting.

I give myself about two weeks for this learning experiment. If you are curious about the outcome, please wait ;-)

Mit den herzlichsten Gruessen von unterwegs,
Rita Booker Solymosi

B.I.G.CD®CP interview with Rita Booker Solymosi

1. August 2010

The Future of Coaching

This is the English language version of my Q & A with Annemarie Kruse. In this interview, I describe the rationale behind the Booker International Global Cultural Detective® Coaching Program, it’s significance for the intercultural coaching industry and my vision for the program’s future.

On Monday morning, we filmed an English language and German language version of the same interview. Pop E.B. is  currently editing the German version; it should be posted by the beginning of next week. We are currently planning to film and post French and Romanian language interviews in the coming weeks.

I think this subject should be of interest to anyone who is committed to life-long learning, thought leadership, non-violent conflict resolution and intercultural communication education. In the wake of the many macro- and micro-sociopolitical and economic global conflicts we witness and experience daily, this kind of intercultural communication coursework should be absolutely mandatory for managers, negotiators and administrators who are in the position of making decisions that impact the lives of thousands, or even millions of people around the world, every single day.

Please do stay tuned…

How CD®CP Connects with Transformational Leadership

20. July 2010

A fabulous take on our happiness count…thanks TED, once again:

CD®CP philosophy – Transformational Leadership – Happiness Count

26. June 2010

The following talk from TED illustrates one of the most important reasons, why the CD®CP was initially created. Please have a look and get inspired by this fresh take on measuring what counts…

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